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    Frankfurt-Osthafen | KM 37,59
    Wasserstand: 160.00 cm
    am: 21.09.2017 | um: 02:30
    Kein Ruderbetrieb bei einem Wasserstand über 260.00 cm

    Tagesfahrt rund um den Kühkopf

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    Nachdem wir uns um 9 Uhr an der Borussia getroffen und unser Gepäck sowie das reichhaltige Picknick verstaut hatten, machten wir uns im Richterschen Bus und in Julianes kleinem Japaner auf den Weg nach Erfelden zum Bootshaus des RC Neptun Darmstadt. Gut eine Stunde später konnten wir bei strahlendem Sonnenschein, aber auch schon in der Ferne drohenden Gewitterwolken alles wieder aus den Autos aus- und in die Boote einladen. Der RC Neptun hatte uns freundlicherweise zwei Boote zur Verfügung gestellt: die „Berlin“, ein ganz altes Schätzchen in Klinkerbauweise und die „Mittwoch“, einen blauen Schellenbacher Kunststoff-Vierer. Im Holzboot saßen Anette, Cornelia, Georg, Marcel und Ulla, die Mittwoch wurde von Juliane, Lilo, Michael, Uli und Ulrike durch den Altrhein getrieben.

    Die ersten drei Kilometer gingen zügig voran, jeder war noch gestärkt vom Frühstück und die Strömung half uns auch kräftig. Aber nach Kilometer vier wurden dann die von Anette vorbereiteten Knabberboxen geöffnet…

    Mittlerweile hatte sich auch das Treibgut im Wasser vermehrt, bedingt durch die starken Gewitter und Regenfälle der vorhergegangenen Nacht. Somit hieß es häufiger „Krokodil auf Steuer- oder Backbord, passt auf eure Blätter auf“ und die Steuerleute sorgten für einen Extra-Kilometer durch (mehr oder weniger) geschicktes Ausweichen.

    Der erste Teil der Fahrt war nun auch so gut wie geschafft, der „richtige“ Rhein kündigte sich an und so war es Zeit für den ersten Steuerleute-Wechsel. Der Plan war nun, den Rhein ein paar Kilometer stromaufwärts zu rudern, um dann auf einer Sandbank anzulegen und das ersehnte Picknick zu beginnen. Wenn da nur nicht die Wolken vom Morgen gewesen wären… Wir fuhren trotzdem tapfer gegen die Strömung in der Hoffnung, das Wetter möge gnädig mit uns sein und gingen eine gute halbe Stunde später tatsächlich in „Florida“ an Land. Leider war sehr schnell klar: das wird nur eine P…-Pause. Als wir wieder in die Boote stiegen erreichten die ersten Regentropfen den Boden und sehr schnell hatten wir das Gefühl, über uns sei eine ähnliche Menge Wasser wie unter uns.

    Beim Ablegen von der Sandbank hatten die Kühkopf-Profis Ulla und Uli jeweils den Steuersitz ihrer Boote übernommen, denn nun folgte die größte Herausforderung des Tages: der Übergang vom Rhein zurück in den Altarm, der den Kühkopf umfließt. Bei sintflutartigem Regen schossen wir wie in einer Wildwasserbahn um eine enge Kurve, um gleich darauf in Amazonas-ähnlicher Umgebung weiter zu rudern. Fehlten eigentlich nur noch die Geräusche von Urwaldtieren, um das Ambiente perfekt erscheinen zu lassen. Wirklich subtropisch wurde es dann kurz danach, als der Regen aufhörte und die restlichen Wolken recht schnell von der Sonne vertrieben wurden. Dem abschließenden Picknick am Bootshaus des RC Neptun stand nun nichts mehr entgegen, wir hatten lediglich noch ein paar Kilometer auf dem Wasser zurück zu legen.

    Das lange Warten auf die von allen Teilnehmern vorbereiteten Leckereien hatte sich wirklich gelohnt. Bei Couscous, Mohn-Muffins oder Tuna-Sandwiches ließen wir – bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein – die Fahrt ausklingen und freuten uns schon auf das nächste Event (vielleicht eine echte Amazonas-Fahrt…)

    Michael

    Vielen Dank für die Boote an den Ruderclub Neptun Darmstadt

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